In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Trainer im Nachwuch

In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon Trainer im Nachwuch » Di 13. Jun 2017, 14:40

Eine Frage an alle NW-Trainer, Eltern, Verantwortliche..

Sollte ein Trainer zB einer U7 mit den Kindern mitgehen? Und wenn ja, bis zu welchen U?
Oder sollten die Kinder in jeder U einen neuen Trainer bekommen?

Was wäre die Vor- bzw Nachteile der beiden Möglichkeiten?

Gast

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon Gast » Di 13. Jun 2017, 15:35

den Trainer nach einer zeit zu wechseln setzt ja auch neue reize u bricht bestehende "muster"

nur ist das ja bei manchen vereinen leider keine frage der "philosophie" sondern der mangel an Trainern --> so ist man dann froh wenn 1 Trainer noch 1 jahr anhängt und noch eines usw.

elternteil

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon elternteil » Mi 14. Jun 2017, 08:39

Als Elternteil bin ich der Meinung das der Trainerwechsel jedes Jahr sinnvoll ist.
Ein Verein der es schafft alle Jahre den Kindern andere Trainer zu bieten wird mehr Erfolge erzielen da die Kinder verschiedene Seiten lernen. Jeder Trainer ist individuell und das ist nur zum Vorteil der Kinder. Sie lernen in kürzeren Abständen mehr.

Gast

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon Gast » Mi 14. Jun 2017, 09:13

Für "normale" Vereine (also all jene Vereine, die keinen Profibetrieb haben bzw. die nicht zu den Top-Vereinen der WFV-Liga zählen, die alle wesentlich mehr "Bewerber" als freie Kaderplätze haben und somit Spieler nach dem Leistungsprinzip jährlich aussortieren) kann man das nicht verallgemeinern.

Es gibt Trainer, die gerne mit kleinen Kindern arbeiten - diese arbeiten dann mit den Spielern beispielsweise von U8 bis U10 zusammen und übernehmen dann einen neuen Jahrgang (bzw. betreuen ausschließlich eine U7, U8,...).
Dann gibt es Trainer, die gerne eine Bindung zu ihrer Mannschaft aufbauen. Die werden dann eher länger mit ihrer Mannschaft mitgehen.

Wenn die Jugendleitung gut ist, dann ist das Ausbildungsniveau aller Trainer sowieso recht einheitlich ("Ausbildungsleitfaden" des Vereins) und die Trainer der unterschiedlichen Jahrgänge helfen sich auch gegenseitig bei den Übungen mit Tipps.
Ich persönlich halte die "familiäre" Bindung zw. Trainerteam/Spieler/Eltern bei "normalen" (kleineren) Vereinen für sehr wichtig. Und diese kann nicht erfolgen, wenn jedes Jahr das Trainerteam ausgewechselt wird.

normal

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon normal » Mi 14. Jun 2017, 09:41

und genau da bilden sich dann die lieblinge des trainers

Gast

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon Gast » Mi 14. Jun 2017, 10:21

Nicht, wenn es ein guter Trainer ist.
Außerdem: wenn es kein guter Trainer ist, dann hat er schon nach wenigen Trainingseinheiten "Lieblinge" und nicht erst nach mehreren Jahren.
Dieses Argument kann ich daher nicht nachvollziehen.

normal

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon normal » Mi 14. Jun 2017, 10:34

Mehrere Jahre ist auch kaum ein Trainer bei einer Mannschaft! Im Normalfall 2 Jahre?
Auch gute Trainer haben ihre Lieblinge! Jedoch wird ein guter Trainer dies nicht zugeben! Machst du die Augen aber auf beim Training oder beim Match wirst du dies selbst herausfiltern können!
Die nicht so guten Trainer haben diese sowieso und lassen sich von Eltern einlullen.

Trainer im Nachwuchs

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon Trainer im Nachwuchs » Mi 14. Jun 2017, 10:39

Das sind sehr interessante Ansichten.
Vielen Dank für die zahlreichenden Antworten.

Gast

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon Gast » Mi 14. Jun 2017, 11:17

Ein guter Trainer wird in den unteren Bereichen (bis die Mannschaft für die Gesamtwertung zählt) versuchen, all seinen Spielern (die brav und regelmäßig trainieren kommen) entsprechende Matchpraxis geben. Klar, dass die Talente dabei zu häufigeren Einsätzen kommen und auch längere Spielzeiten bekommen.
Daumen mal Pi: Bei 8+1 wird es ca. 4-5 Stammspieler geben (kommt natürlich auf die Leistungsdichte des Kaders an, ob es einen größeren Leistungsabfall bereits ab dem 4. besten Spieler gibt; oder ob dieser erst nach dem 5. oder 6.besten Spieler eintritt). Dann kommen ca. 10 Spieler, die dann alle 2 Wochen eingesetzt werden (was somit eine Kadergröße von rund 25 Spielern ergibt).
Jeder Trainer hat selbstverständlich Spieler, mit denen er lieber "arbeitet" und Spieler, die ihm nicht so liegen. Ein guter Trainer sollte diese Präferenzen aber ausblenden können - zumindest so weit es möglich ist. Hierzu ein Beispiel:
Wenn man eine Übung für 2 Spieler oder mehr macht, dann wird man die Gruppen so zusammenstellen, dass die Störenfriede (und die gibt es leider fast in jeder Mannschaft) eine Gruppe bilden, damit die "Braven" diese Übungen ohne negativen Einflüsse absolvieren können; wenn nicht sowieso eine Einteilung nach Leistungsstärke notwendig ist, damit die Übung homogen ablaufen kann.

Ich kenne zumindest 2 Vereine (und das sind Vereine mit sehr guter und auch erfolgreicher Nachwuchsarbeit), wo ein Trainerteam - oder zumindest der Haupttrainer - einen Jahrgang mehr als 5 Saisonen lang betreut.
Und dann kenne ich auch Vereine, wo es 2 - 3 "Radln" gibt. Hier geht ein Trainer von U7 - U10 mit der Mannschaft mit; dann übernimmt ein neuer Trainer die U11 und geht mit dieser dann bis U13/U14 mit; und U15 - U18 wird wieder von neuen Trainern betreut; wobei es dann auch oft so ist, dass die U16 und U18 "fixe" Trainer hat (also Trainer hat, die stets ausschließlich eine U16 oder U18 betreuen)

Gast

Re: In der jeweiligen U bleiben oder mit den Kindern mitgehen?

Beitragvon Gast » Mi 14. Jun 2017, 12:43

Es ist eh schon alles gesagt: zwei bis maximal drei Jahre finde ich genug - sofern das Level unter den Trainern beinahe ident ist. Ein neuer Trainer bringt neuen Schwung in die Mannschaft, stellt andere Schwerpunkte in den Vordergrund etc.

Meist ist es eh so, dass im Anfangsjahrgang (meist U6 oder U7) der Trainer meist gleich bleibt, und dann sollte ganz einfach in den "Lernphasen" gewechselt werden. Ein Trainer im Kinderfußball (bis zur U10), einer im Jugendfußball (bis zur U13) und einer im Juniorenfußball (ab U14), wobei es ja dann bei den Zwei-Jahressprüngen sowieso Trainerwechsel gibt bzw. - wie schon oben beschrieben - in der U18 (ähnlich wie im Anfangsjahrgang) wieder ein Trainer länger bleibt (Übergang zum Erwachsenenfußball).